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DIE FISCHEREI IN OBERBAYERN

HAT EINE POSITION

"Exotische" Begegnungen

Karpfen, Renken und Hechte sehen sich in den oberbayerischen Seen immer häufiger ihnen bislang unbekannten, buntgefärbten Artgenossen gegenüber. Denn in den Seen Oberbayerns sind zunehmend gewässer- fremde Fischarten zu finden. Eine ökologisch gefährliche Entwicklung.

 

 Den Berufsfischern an den oberbayerischen Seen gehen immer häufiger nicht heimische Fischarten ins Netz. Bei diesen, in den Augen der Fischer exotischen Arten, handelt es sich vor allem um Koikarpfen, Zwergwelse oder Goldfische die aus Aquarien und Garten- teichen in Seen oder Bäche gesetzt werden. Viele Teich- und Aquarienbesitzer entledigen sich auf diese Weise von beschupptem Nach- wuchs, der ihnen über den Kopf gewachsen ist.

EIN FALSCHES TIERSCHUTZVERSTÄNDNIS, DAS FATALE ÖKOLOGISCHE FOLGEN HABEN KANN!

 

 Durch das Einbringen fremder Arten kann die heimische Fischfauna arg in Bedrängniss geraten. Denn die „Fremdlinge“ schleppen Parasiten und Krankheiten in den See, gegen die die hiesige Fischwelt nicht gewappnet ist. So führt beispielsweise der durch den Koi- karpfen eingeschleppte Koiherpes-Virus in regelmäßigen Abständen zu massiven Fisch- sterben, bei denen oftmals der Karpfenbe- stand einer ganzen Region verendet. Zudem können die ausgesetzten Exoten Nahrungs- konkurrenten sein, denen die angestammten Fischarten ganz einfach unterlegen sind. Die in den Seen heimische Fischwelt wird dadurch unnötig gefährdet.

WIR APELLIEREN DAHER EINDRINGLICH ...

...- mit Verweis auf ein ausdrückliches Ver- bot durch das Bayerische Naturschutzgesetz - keine Fische aus Gartenteichen und Aquarien in Bäche und Seen auszusetzen und auch bei der Angelfischerei auf gewässerfremde Köder zu verzichten.