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DIE FISCHEREI IN OBERBAYERN

HEGT UND PFLEGT DIE FISCHE IN DEN OBERBAYERISCHEN SEEN

Maßnahmen zum Schutz des "oberbayerischen Lachses"

Oberbayerns Berufsfischer versuchen mit Besatzmaßnahmen den bedrohten See- forellenbestand zu sichern, erfreulicher- weise mit ersten Erfolgen!

 Die Seeforelle gehört zu den lachsartigen Fischen und ist seit jeher in den bayerischen Voralpenseen heimisch. Sie kann 1,40 m groß und bis zu 30 kg schwer werden und ist für ihr silberglänzendes Aussehen und das lachsrote Fleisch bekannt.

 Nach dem Krieg verschlechterte sich vieler- orts die Wasserqualität der Seen und die Zuflüsse wurden mehr und mehr verbaut. Als Folge ist der Seeforellenbestand in einigen oberbayerischen Seen dramatisch zurück- gegangen. Über viele Jahre war nurmehr im Königsee und im Walchensee ein nennens- werter Seeforellenbestand anzutreffen.

DAS PROBLEM:
DIE "WANDERLUST" DER SEEFORELLE, ...

 

 ... die in der Regel große, tiefe Seen be- wohnt, zur Fortpflanzung aber im Herbst in die zufließenden Bäche und Flüsse aufsteigt. Dort geben die Fische ihren Laich in den Kies ab. Inzwischen verhindern jedoch oft Stau- mauern und Wehre das Wandern der Forellen und deshalb deren erfolgreiche Fort- pflanzung.

 Seit mehr als einem Jahrzehnt versucht man diesem durch menschliche Einflüsse verursachten Manko mit Besatzmaßnahmen entgegenzutreten. Es stellte sich aber nur sehr geringer Erfolg ein. Trotz verbesserter Wasserqualität und unzähliger Seeforellen, die als Brut- oder Jungfische in die Seen besetzt wurden, wuchs der Bestand in kaum einem oberbayerischen See nennenswert an. Bis die Wissenschaft erkannte, dass die jungen Seeforellen zunächst in den See- zuflüssen verweilen und erst nach 1-3 Jahren in die Seen abwandern.

DIE ÄNDERUNG DER BESATZSTRATEGIEN FÜHRTE ZU ERSTEN ERFOLGEN

 

 So werden heute Brut- und Jungfische nur mehr in durchgängige Zuflüsse gesetzt, oder zunächst in Teichen aufgezogen und erst als ausgewachsene Fische in den Seen ent- lassen.

 Nach langer Zeit ist es damit gelungen den Seeforellenbestand zu sichern - so werden in den Seen Oberbayerns heute wieder regel- mäßig Forellen mit einem Gewicht von 3 kg und mehr gefangen und sogar wieder Tiere beim Laichen in einigen Seezuflüssen beobachtet.

 Die Fischer hoffen deshalb, in ein paar Jahren die vielen Feinschmecker rund um die Seen wieder öfter mit dem "Lachs der oberbayerischen Seen" bedienen zu können.